Die B31 West kommt nicht, denn sie ist nicht die Lösung!

 

Unter der Vielzahl von Trassenvarianten ist es letztlich nicht gelungen, eine zu finden, die nicht zu Konflikten mit Schutzgütern wie Natur, Wasser, Boden, Landwirtschaft und Mensch führt. Das hat sich deutlich gezeigt, als das Regierungspräsidium Freiburg (RPF) 2021 die Voranhörung und Abwägung durchführte, um im Auftrag des Bundes die Vorzugstrasse für die B31 West 2. Bauabschnitt (2. BA) zu finden. Denn das Gebiet von Gottenheim bis Breisach, zwischen Tuniberg und Kaiserstuhl, ist in vielfältiger Weise hochwertig. Im Ergebnis lehnen die politischen Vertretungen von Gottenheim, Merdingen und Breisach die Vorzugsvariante, die das Regierungspräsidium Freiburg im Juli 2021 bekannt gab, einheitlich ab.

 

Die B31 West ist nicht die Lösung sondern Teil des Problems:

 

1. Verkehrspolitisch

Die B31 West ist dem zusätzlichen Verkehr nicht gewachsen, das belegt das im Auftrag des RPF erstellte Gutachten von Fichtner. Es ist nicht mit einer kürzeren Fahrzeit zu rechnen, dies Führt zu Schleichverkehr in die Ortschaften und konterkariert die Idee der Ortsentlastungen.

 

2. Klimaschutz:

In der Gesamtbilanz sind die klimarelevanten Auswirkungen des Vorhabens infolge des Baus und Betriebs der Bundesstraße so enorm hoch, dass es aus unserer Sicht nicht rechtssicher planfestgestellt werden kann.

 

3. Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Menschen in der Region

Dei B31 West mit 12 km zusätzlicher Straße beeinträcht Landwirtschaft mit 50ha Flächenfraß, das Wohnen und das Leben der Menschen mit Lärm und Zerschneidung unserer Landschaft.

 

4. Kostenexplosion

Der Bau wird unverhältnismäßig teuer, weil die Vorzugstrasse der B31 West 2. BA durch einen sensiblen Naturraum führt und Schiene und Wege quert. Auf knapp 12km langen Bauabschnitt sind 24 technische Bauwerke vorgesehen (20 Brücken, 4 Wasserdurchlässe, 1 Trogbau). 12km Straße kosten mindestens 200Mio€.

 

Erst der rechtssichere Planungsstopp ermöglicht eine sinnvolle Entwicklung in der Region,

beispielsweise für kostengünstige und naturschonende Entlastungen der Ortsdurchfahrten von Wasenweiler, Ihringen, Bötzingen.

 

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Punkten gibt es in dieser Pressemitteilung des Regiobündnisses gegen den Weiterbau der B31 West, welche in der Badischen Zeitung am 18.04.2026 aufenommen wurde.

Der Gemeinderat hat am 26.01.2023 die Stellungnahme der Gemeinde Gottenheim einstimming verabschiedet:

"Einstimmig, aber mit einer kleinen Änderung, beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die kürzlich in der Einwohnerversammlung intensiv diskutierte Stellungnahme zur Vorzugsvariante für den Weiterbau der B 31 West. Die Planung wird abgelehnt. Ziel soll zudem die weitere Verkehrsberuhigung im Ort sein." So steht es in der BZ vom 30.01.2023

 

Ein Wichtiger Schritt in die richtige Richtung,

 

um dieses Straßenmonster zu verhindern!

 

 

Das technische Gutachten des Büros "Misera" und rechtliche Beurteilung der Rechtsanwälte "Bender&Philipp" sind unter INFORMATION verlinkt